Comparative and European Law (LL.B.)

Kurzübersicht

35 Studierende | 8 Semester Regelstudienzeit

Internationale Ausrichtung | Fachspezifische Fremdsprachenausbildung | Einjähriges Auslandsstudium
14-wöchige Praxisphase | Interdisziplinäres Wahlpflichtangebot | Gute Betreuung

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Beschreibung des Studiengangs

Europäisch und international

Gegenstand der Rechtswissenschaft sind Inhalt, Entstehung, Gestaltung und Anwendung von Normen, die in den sozialen und wirtschaftlichen Beziehungen verbindlich sind. Das klassische juristische Studium beschränkt sich traditionell auf die Analyse des in einem Staat geltenden Rechts, wie es von den nationalen Gerichten angewandt wird. Dieser verengte Blick wird den Anforderungen der sich globalisierenden Wissens- und Informationsgesellschaft nicht gerecht. Insbesondere in transnationalen Wirtschaftsbeziehungen geht es weniger um die gerichtliche Auseinandersetzung als um die Vermeidung kostenträchtiger Streitigkeiten durch intelligente vertragliche Gestaltung wirtschaftlicher Beziehungen. Dafür werden die Fähigkeit, aus der Perspektive verschiedener nationaler Rechte zu arbeiten sowie gründliche Kenntnisse des Rechts der Europäischen Union und seiner Wirkung im nationalen Recht benötigt. Auch mit internationalen Vertragswerken und der Praxis von Schiedsgerichten, die in transnationalen Wirtschaftsbeziehungen zunehmend als Alternative zum positiven nationalen Recht gesehen werden, sollten Juristinnen und Juristen vertraut sein.

Deshalb bieten die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und die Universität Bremen seit dem Wintersemester 2002/2003 gemeinsam den grundständigen rechtswissenschaftlichen Bachelorstudiengang „Comparative and European Law“ an, in dem das deutsche und europäische Recht aus rechtsvergleichender Perspektive gelehrt werden. Der klassische Kanon des deutschen Rechts bestehend aus dem Zivil-, Straf- und Öffentlichem Recht wird hierbei abgedeckt. Studierende sollen zu wissenschaftlichem, aber auch zu praxisorientiertem Handeln ausgebildet werden.

Integriertes Auslandsstudium

In das Studienprogramm ist ein einjähriger Auslandsaufenthalt im 5. und 6. Fachsemester integriert, wodurch die Anrechnung der im Ausland erbrachten Leistungen erleichtert wird. Der erfolgreiche Abschluss des integrierten Auslandsstudiums wird durch eine umfangreiche Fremdsprachenausbildung im Vorfeld des Auslandsstudiums gewährleistet. Studienbegleitend werden Lehrveranstaltungen teilweise in englischer Sprache gehalten.

Interdisziplinäre Wahlfächer

Komplexe Rechtsfragen verlangen nicht nur nach einem Verständnis für andere Rechtsordnungen und des Unionsrechts, sondern auch nach einem „Blick über den Tellerrand“, den Studierende an der Hanse Law School durch interdisziplinäre Schlüsselqualifikationen erhalten. So wird das rechtswissenschaftliche Studium durch wirtschafts- und politikwissenschaftliche Angebote ergänzt.

Integrierte Praxisphase

Ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung an der Hanse Law School, der das Studienprogramm von anderen juristischen Programmen neben dem integrierten Auslandsaufenthalt abgrenzt, ist die Verzahnung von Theorie und Praxis. Im Bachelorstudiengang ist im 8. Semester eine verpflichtende Praxisstudienzeit von 14 Wochen vorgesehen, die die Möglichkeit zum Absolvieren von einem oder mehreren Praktika bietet. Dies ermöglicht den Studierenden, ihre juristischen Kenntnisse in der Praxis anzuwenden und Einblicke in juristische Berufs- und Tätigkeitsfelder zu erhalten. Daneben werden immer wieder Lehrveranstaltungen von Praktikern und Praktikerinnen regionaler Verbände, Unternehmen, Kanzleien und Gerichte gehalten.

 

Schon gewusst?

Die Hälfte der Veranstaltungen findet in Bremen, die andere Hälfte in Oldenburg statt.

Berufliche Möglichkeiten

Die Berufsmöglichkeiten für Studierende des Bachelor-Programms Comparative and European Law sind vielfältig. Die Absolventen und Absolventinnen haben ein international geprägtes Studium abgeschlossen und besitzen Expertise in mehreren Rechtsordnungen. Diese Ausbildung ermöglicht die Anstellung in nationalen und internationalen Unternehmen oder in den Institutionen der Europäischen Union. Absolventen und Absolventinnen arbeiten darüber hinaus in verschiedenen internationalen Organisationen. Als mögliche Arbeitgeber kommen auch sämtliche Bundes- und Landesbehörden in Betracht, sowie diplomatische Behörden. Selbstverständlich ist es möglich, ein weiterführenden Master-Programm (etwa Transnational Law, LL.M.) aufzunehmen. Der Abschluss qualifiziert nicht, um den Berufen Rechtsanwalt, Richter oder Staatsanwalt nachzugehen. Nach dem Abschluss kann jedoch im Rahmen eines anschließenden Studiums die erste Staatsprüfung abgelegt werden.

 

Bewerbung

Studienbeginn für das Programm Comparative and European Law (LL.B.) ist jeweils zum Wintersemester. Die Bewerbung und Einschreibung der Studierenden erfolgt an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.

Weitere Informationen zur Bewerbung sind im InfoPortal Studium der Universität Oldenburg zu finden.